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Tauchen und Schnorcheln auf den Azoren

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Die Azoren tauchen anders: Statt bunter Riffe bietet der Archipel das große Blau – Vulkanberge, die aus tausenden Metern Tiefe bis knapp unter die Oberfläche ragen und Hochseetiere in Sichtweite bringen. Mobula-Rochen in Formation, Blauhaie im Freiwasser, Fischschwärme über Seamounts: Wer den Atlantik in seiner offenen Form erleben will, findet in Europa kaum ein besseres Revier.

Gruppe von Mobula-Rochen zieht in Formation durch das blaue Wasser über einem Seamount der Azoren
Mobulas über dem Seamount

Was die Azoren unter Wasser bieten

Der Schlüssel liegt in der Geografie: Die Inseln sind die Spitzen eines Unterwassergebirges, und rund um sie ragen Seamounts – untermeerische Berge – aus der Tiefsee auf. An ihnen konzentriert sich das Leben des offenen Atlantiks: pelagische Schwärme, Rochen, Haie, dazu vorbeiziehende Großtiere. Das Ergebnis ist ein Tauchen der Begegnungen statt der Kulissen – die Sicht ist oft weit, das Wasser tiefblau, und was auftaucht, entscheidet der Ozean.

Die bekanntesten Spots

Ambrósio (Santa Maria)

Der Publikumsliebling: Am Riff vor Santa Maria kreisen im Sommer Mobula-Rochen in Ketten und Formationen, oft dicht an den Tauchern – die verlässlichste Groß-Begegnung des Archipels und für viele der Grund der ganzen Reise.

Princess Alice Bank (Zentralgruppe)

Der Mythos: eine Seamount-Kuppe weit draußen im Atlantik, Stunden Bootsfahrt von Pico und Faial entfernt – belohnt mit Mobulas, Schwärmen und dem Gefühl, mitten im Ozean zu schweben. Ein Expeditions-Tauchgang für Erfahrene mit ruhiger See, stabilem Magen und Flexibilität im Kalender.

Blauhaie im Freiwasser

Spezialbasen der Zentralgruppe fahren im Sommer Offshore-Plätze an, an denen Blauhaie zuverlässig erscheinen – elegante Freiwasser-Begegnungen auf Augenhöhe, ohne Käfig-Inszenierung. Eine der wenigen Gelegenheiten Europas, Hochseehaie verantwortungsvoll zu erleben.

Küstenspots und das Dori-Wrack (São Miguel)

Rund um São Miguel liegt das dichteste Angebot für den Tauch-Alltag: Steilwände, Höhlen, Muränen und Barrakuda-Schwärme in Küstennähe – dazu das Wrack der Dori, eines Liberty-Frachters aus dem Zweiten Weltkrieg, in betauchbarer Tiefe vor Ponta Delgada.

Saison und Bedingungen

Die Hauptsaison läuft vom Frühsommer in den frühen Herbst: Das Wasser steigt bis auf 23 °C, die Sicht erreicht ihre besten Werte, und die Mobulas stehen an den Seamounts – der September vereint alle drei Faktoren. Getaucht wird ganzjährig, im Winter jedoch wetterabhängig und fast nur an geschützten Küstenplätzen. Der Atlantik bleibt dabei, was er ist: 5- bis 7-Millimeter-Neopren ist Standard, und die Offshore-Fahrten verlangen See-Tauglichkeit auch über Wasser.

Schnorcheln und Einsteiger

Auch ohne Schein liefert der Archipel: Naturpools und geschützte Buchten sind glasklare Schnorchelreviere voller Fischschwärme, der Kraterrest des Ilhéu de Vila Franca vor São Miguel ist im Sommer ein natürliches Schnorchel-Amphitheater, und Schnupperkurse bieten fast alle Basen an. Wer mehr will, plant den Schein vor der Reise – die Azoren-Highlights sind Freiwasser-Tauchgänge, und die eigene Erfahrung entscheidet, welche Türen offenstehen.

Häufige Fragen

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