Azoren im April
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Wenn es einen besten Monat für Wale gibt, ist es der April: Der Durchzug der großen Bartenwale erreicht seinen Höhepunkt, und kein anderer Zeitraum bietet vor den Azoren mehr Artenvielfalt. An Land zeigt sich der Archipel im sattesten Grün des Jahres – bezahlt mit April-typischer Launenhaftigkeit: Sonne, Schauer und Regenbogen wechseln im Stundentakt.
Wetter im April auf den Azoren
| Messwert | April |
|---|---|
| Lufttemperatur (max/min) | 18/12 °C |
| Wassertemperatur | 17 °C |
| Regentage | 10 |
| Sonnenstunden pro Tag | 5 |
Der April ist der Inbegriff des Azoren-Wetters: keine Extreme, aber ständige Bewegung. Die Regenmenge sinkt spürbar gegenüber dem Winter, verteilt sich aber auf kurze, kräftige Schauer zwischen sonnigen Abschnitten – ideale Bedingungen für Regenbogen, schlechte für starre Tagespläne. Die Höhenlagen hängen weiter oft in Wolken, während die Küsten schon frühsommerlich wirken können. Mehr zu den Mikroklimata: Wetter und Klima.
Was im April gut geht
Ganz vorn das Whale Watching: Blau- und Finnwale ziehen jetzt in größter Zahl vorbei, dazu Pottwale und Delfinschulen – die Wochen von April bis Mai sind das Saisonfenster, für das Walfreunde aus aller Welt anreisen. An Land ist der April der grünste Monat: Wasserfälle, blühende Wiesen, wolkenverhangene Kraterränder – für Wanderer und Fotografen, die Stimmung über Postkartenblau stellen, kaum zu schlagen. Die Thermen bleiben bei den frischen Abenden ein verlässlicher Tagesabschluss.
Womit du rechnen musst
Die Launen haben Konsequenzen: Einzelne Waltouren fallen weiterhin aus – zwei eingeplante Tourentage sind Pflicht, wer nur einen hat, spielt Lotto. Wanderungen in den Höhenlagen brauchen ein Wetterfenster, der Pico-Aufstieg bleibt Glückssache. Die saisonalen Fährlinien starten je nach Fahrplan erst gegen Ende des Frühjahrs – Inselhopping vorher per Inlandsflug planen. Und rund um Ostern zieht die Nachfrage auf São Miguel kurz an: die einzige Buchungsspitze in einem sonst leeren Monat.
Für wen lohnt sich der April?
Der April ist die erste Wahl für alle, die primär wegen der Wale kommen, und für Landschaftsfotografen, die das grünste Gesicht der Inseln wollen. Eher nicht für alle, die Wärme und Planbarkeit brauchen – dann lieber vier Wochen warten: Der Mai hält die Walsaison, tauscht aber einen Gutteil der Schauer gegen Stabilität.