Azoren im November
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Der November ist der stillste Monat der Azoren: Die letzten Herbstgäste sind abgereist, die Weihnachtsreisenden noch nicht da. Wer jetzt kommt, bekommt die Inseln in ihrer Alltagsversion – mild, zunehmend grün, zu Tiefstpreisen und mit einem Atlantik, der wärmer ist als sein Ruf. Bezahlt wird mit der vollen Wechselhaftigkeit des Atlantikherbstes.
Wetter im November auf den Azoren
| Messwert | November |
|---|---|
| Lufttemperatur (max/min) | 20/14 °C |
| Wassertemperatur | 19 °C |
| Regentage | 13 |
| Sonnenstunden pro Tag | 4 |
Der November ist wärmer, als seine Position im Kalender vermuten lässt: Tagsüber sind 20 °C normal, und der nachlaufende Atlantik hält mit 19 °C mehr Wärme als im Mai. Gleichzeitig etabliert sich das Wintermuster – regelmäßige Fronten, kräftiger Wind, dazwischen klare milde Tage. Die Landschaft dankt es: Nach dem trockenen Spätsommer kehrt jetzt das satte Grün zurück. Grundlagen: Wetter und Klima.
Was im November gut geht
Alles, was Wärme von unten oder Flexibilität verträgt: Die Thermalquellen erleben ihre beste Zeit – warmes Wasser, kühle Luft, aufsteigender Dampf und kaum Betrieb. Küstenwanderungen zwischen den Fronten gehören zu den stimmungsvollsten des Jahres, Wasserfälle gewinnen täglich an Kraft, und Hartgesottene baden an sonnigen Tagen noch im 19-Grad-Atlantik. Waltouren fahren nach Seegang – die ganzjährigen Pottwale bleiben in Reichweite. Und nirgends im Jahr sind Unterkünfte und Mietwagen günstiger.
Womit du rechnen musst
Mit dem vollen Winterregelwerk: Boots- und Fährausfälle bei rauer See, pausierende Saisonlinien, Inselhopping fast nur per Inlandsflug, wetterabhängige Bergtouren, kurze Tage. Kleine Anbieter auf den kleinen Inseln machen Winterpause – die Westgruppe ist im November ein Ziel für Selbstversorger-Naturen, nicht für Komfortreisende. Die Grundregel des Winters gilt verschärft: kein Programmpunkt ohne Plan B.
Für wen lohnt sich der November?
Der November ist die richtige Wahl für Ruhesuchende, Thermen-Fans und Wiederkehrer, die die Inseln ohne jede Kulisse erleben wollen – zum kleinsten Budget des Jahres. Eher nicht für Erstbesucher und alle, die Licht brauchen: Vier Sonnenstunden im Schnitt sind eine Ansage. Wer die Winterruhe mit einem festlichen Rahmen will, wartet auf den Dezember; wer mehr Licht bei ähnlicher Leere sucht, zielt auf den März.