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Faial – die blaue Insel

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Faial trägt zwei Gesichter wie keine zweite Azoren-Insel: im Osten die weltläufige Hafenstadt Horta, in der die Atlantiksegler Station machen – im Westen die aschgraue Mondlandschaft des Capelinhos, wo die Insel vor wenigen Jahrzehnten buchstäblich gewachsen ist. Dazwischen liegen die Hortensienhecken, die Faial den Beinamen der blauen Insel eingebracht haben.

Der halb in Vulkanasche begrabene Leuchtturm in der grauen Aschelandschaft des Capelinhos auf Faial
Capelinhos – die jüngste Landschaft der Azoren
SteckbriefFaial
Flächerund 173 km²
Einwohnerrund 14.000
FlughafenHorta (HOR), Inlandsflüge
Empfohlene Reisedauer2–3 Tage
Quelle: redaktionelle Einordnung · Stand: Juli 2026

Für wen ist Faial die richtige Insel?

Für Vulkan-Interessierte, Segelromantiker und alle, die das Dreieck der Zentralgruppe fahren – als dessen Drehscheibe ist Faial fast automatisch gesetzt. Eher nicht als alleiniges Ziel für eine ganze Woche: Die Insel ist kompakt, und nach drei Tagen ist das Programm ehrlicherweise gesehen. Faial glänzt als Baustein, nicht als Solist – die passenden Kombinationen zeigt der Inselvergleich.

Die Highlights von Faial

Capelinhos

1957 brach vor der Westspitze ein Unterwasservulkan aus, verlängerte die Insel um eine graue Landzunge und begrub den Leuchtturm halb in Asche – tausende Faialenser wanderten damals aus. Heute ist die Aschelandschaft der eindrucksvollste Ort der Insel: oben die Mondkulisse mit dem gestrandeten Leuchtturm, darunter ein unterirdisch gebautes Besucherzentrum, das den Ausbruch erzählt und zugleich der beste Schlechtwetter-Joker Faials ist.

Die Caldeira

Das Inselzentrum ist ein einziger, zwei Kilometer weiter Krater – bis zum Rand grün ausgekleidet, mit einem Rundweg, der bei klarer Sicht zu den großen Azoren-Wanderungen zählt. Der Aussichtspunkt am Kraterrand ist per Auto erreichbar; für die Umrundung braucht es ein Wetterfenster und gut zwei Stunden.

Horta und die Marina

Hortas Hafenmauern sind die größte Open-Air-Galerie des Atlantiks: Jede Segelcrew, die hier Station macht, malt ihr Bild auf den Beton – ein Brauch, der angeblich Glück für die Weiterfahrt bringt. Dazu gehört das Peter Café Sport, seit über einem Jahrhundert Seglertreff, Postamt und Wohnzimmer der Atlantikszene in einem, mit dem kleinen Scrimshaw-Museum voller gravierter Walzähne im Obergeschoss. Und von der Uferpromenade steht gegenüber immer er: der Pico, die vielleicht schönste Aussicht, die eine Nachbarinsel bieten kann.

Hortensien und der Inselnorden

Die Hecken, die Faial blau färben, ziehen sich als Straßenränder und Weidegrenzen über die Hochlagen – zur Blüte im Juli fährt man die Nordroute am besten einfach ab und hält, wo es am blauesten ist.

Beste Basis

Horta – auf Faial gibt es keine echte Alternative, und es braucht auch keine: Die Stadt hat die Unterkünfte, die Restaurants, den Fähranleger und den Abendblick auf den Pico. Jeder Punkt der Insel liegt maximal 40 Minuten entfernt.

Anreise und Fortbewegung

Faial erreicht man per Inlandsflug nach Horta oder per Fähre – die halbstündige Verbindung von Madalena auf Pico ist die frequenteste Strecke des Archipels und macht Faial zur natürlichen Drehscheibe des Dreiecks; Fahrpläne und Logik unter Inselhopping. Vor Ort genügt notfalls ein Tages-Mietwagen für die Inselrunde; Horta selbst läuft zu Fuß.

Wie viele Tage für Faial?

Zwei bis drei Tage: einer für Capelinhos und die Westküste, einer für Caldeira und den Norden, der Rest für Horta – ideal verzahnt mit Pico gegenüber. Wer im Dreieck unterwegs ist, nutzt Faial zudem gern als Ankunfts- und Abflugpunkt.

Häufige Fragen

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