Azoren im Mai
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Der Mai ist der Monat, in dem auf den Azoren alles zusammenkommt: Das Wetter kippt vom launischen Frühling in die ersten verlässlich stabilen Phasen, die große Walsaison läuft noch auf Hochtouren, die Landschaft steht in voller Blüte – und die Sommergäste sind noch nicht da. Wenn ein Monat den Titel Geheimtipp verdient, dann dieser, zusammen mit dem September.
Wetter im Mai auf den Azoren
| Messwert | Mai |
|---|---|
| Lufttemperatur (max/min) | 20/14 °C |
| Wassertemperatur | 18 °C |
| Regentage | 8 |
| Sonnenstunden pro Tag | 6 |
Mit dem Mai übernimmt zunehmend das Azorenhoch: Die Fronten werden seltener und schwächer, stabile Abschnitte von mehreren Tagen sind jetzt die Regel statt die Ausnahme. Tagsüber erreichen die Temperaturen angenehme Wander-Werte um 20 °C, die Abende bleiben frisch. Ganz abgelegt hat der Archipel seine Launen nicht – die Schichten-Regel gilt weiter, nur die Wahrscheinlichkeit steht besser. Details: Wetter und Klima.
Was im Mai gut geht
Fast alles gleichzeitig – das ist die Stärke des Monats. Die Walsaison liefert weiterhin Blau- und Finnwale plus die ganzjährigen Pottwale, bei deutlich besserer Ausfahrquote als im Frühjahr. Fürs Wandern ist der Mai vielleicht der beste Monat des Jahres: trocknende Wege, klare Sicht, moderate Temperaturen, leere Routen. Erste warme Nachmittage machen die Naturpools attraktiv, die Wiesen und Gärten stehen in voller Blüte – nur auf die Hortensien muss man noch bis zum Juni warten.
Womit du rechnen musst
Wenig – und genau das ist die ehrliche Einschränkung: Der Mai hat keinen einzelnen Superlativ. Das Meer ist mit 18 °C noch zu frisch für echten Badeurlaub, die Hortensienblüte hat noch nicht begonnen, und die Festsaison des Sommers steht ebenfalls aus. Dazu der Planungspunkt: Die saisonalen Fährlinien starten erst im Lauf des späten Frühjahrs – wer das Dreieck Faial–Pico–São Jorge komplett per Fähre fahren will, prüft vorher den Fahrplan oder plant den São-Jorge-Abschnitt per Inlandsflug.
Für wen lohnt sich der Mai?
Der Mai ist die beste Wahl für Wanderer, Whale Watcher und alle, die das volle Azoren-Programm ohne Hochsaison wollen – das breiteste Empfehlungsprofil aller zwölf Monate. Die eine Ausnahme: Wer den Urlaub am Wasser verbringen will, braucht den Hochsommer – dann ist der August trotz Trubel die ehrlichere Empfehlung.