Santa Maria – die Sonneninsel
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Santa Maria ist die Insel, auf der die Azoren am wenigsten nach Azoren aussehen: heller Sand statt schwarzer Lava, goldgelbe Hügel statt Dauergrün, die meisten Sonnenstunden des Archipels. Die älteste der neun Inseln ist zugleich seine südlichste – und für Strandtage, warmes Wasser und Rochen-Begegnungen unter Wasser die unbestrittene Nummer eins.
| Steckbrief | Santa Maria |
|---|---|
| Fläche | rund 97 km² |
| Einwohner | rund 5.500 |
| Flughafen | Santa Maria (SMA), Inlandsflüge via São Miguel |
| Empfohlene Reisedauer | 2–3 Tage |
Für wen ist Santa Maria die richtige Insel?
Für Strand- und Sonnenhungrige, Taucher mit Mobula-Ambitionen und alle, die einer Azoren-Rundreise zum Abschluss ein paar entspannte Badetage anhängen wollen. Eher nicht, wenn du für das dramatische, tiefgrüne Azoren-Bild kommst – Santa Maria ist sanfter, trockener und im Sommer eher goldgelb; wer Kraterseen und Steilwände sucht, findet sie auf den anderen acht. Einordnung im Inselvergleich.
Die Highlights von Santa Maria
Praia Formosa
Der „schöne Strand" macht seinem Namen Ehre: eine weite Bucht mit hellem Sand und dem wärmsten Badewasser der Azoren – der eine Ort des Archipels, an dem klassischer Strandurlaub ohne Anführungszeichen funktioniert. Im August verwandelt das Musikfestival Maré de Agosto die Bucht für ein Wochenende in den lebendigsten Ort der Insel.
Baía de São Lourenço
Das Postkartenmotiv Santa Marias: ein halbrunder Kraterkessel zum Meer hin offen, die Hänge voller Weinterrassen, unten weiße Häuser an einer türkisen Bucht mit Naturpools. Der Blick vom Aussichtspunkt oben gehört zu den schönsten des ganzen Archipels.
Barreiro da Faneca
Die „rote Wüste" im Nordwesten ist eine geschützte Halbwüsten-Landschaft aus rostrotem Lehm – ein Stück Marslandschaft mitten im Atlantik und der stärkste Beleg dafür, wie sehr Santa Maria aus der Azoren-Reihe tanzt.
Tauchen am Ambrósio
Das vorgelagerte Riff Ambrósio ist der bekannteste Tauchplatz der Azoren: Im Sommer ziehen hier Mobula-Rochen in eleganten Formationen ihre Kreise, oft nur wenige Meter von den Tauchern entfernt – eine Begegnung, für die Santa Maria in der Szene europaweit steht.
Anjos und die Insel der Anfänge
Santa Maria war die zuerst besiedelte Azoren-Insel, und im Küstenort Anjos legte der Überlieferung nach Kolumbus 1493 auf der Rückkehr seiner ersten Amerikafahrt an – die kleine Kapelle dort erzählt davon. Zusammen mit den ältesten Dörfern der Azoren und ihren typischen Schornstein-Häusern ist der Geschichtsfaden der stille zweite Reiz der Insel.
Beste Basis
Vila do Porto – der Hauptort ist die einzige nennenswerte Ortschaft, bündelt Unterkünfte, Restaurants und Tauchbasen und liegt nah an Flughafen und Praia Formosa. Die kompakte Insel macht jede weitere Basis überflüssig: Kein Ziel liegt mehr als eine halbe Stunde entfernt.
Anreise und Fortbewegung
Nach Santa Maria führt praktisch nur ein Weg: der kurze Inlandsflug ab São Miguel – was die Insel zur natürlichen Verlängerung eines São-Miguel-Urlaubs macht; Details unter Inselhopping und Anreise. Vor Ort genügt ein kleiner Mietwagen; die Runde über alle Highlights ist an einem langen Tag fahrbar, verdient aber zwei.
Wie viele Tage für Santa Maria?
Zwei bis drei Tage: einer für die Inselrunde von São Lourenço bis zur roten Wüste, einer für Strand oder Tauchgang, der dritte für die Wiederholung dessen, was am besten war. Als Solo-Ziel trägt die Insel eine knappe Woche nur für ausgewiesene Strand- und Tauchurlauber – als Abschluss-Baustein nach São Miguel ist sie dagegen fast immer die richtige Idee.