Azoren im Dezember
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Weihnachten bei 18 Grad zwischen grünen Weiden: Der Dezember ist der Monat für alle, die den Feiertagen zu Hause entkommen wollen, ohne in die Ferne zu fliegen. Die Inselhauptorte schmücken sich festlich, die Landschaft steht in frischem Wintergrün – und außerhalb der Feiertagswoche gehört der Monat zu den leersten des Jahres.
Wetter im Dezember auf den Azoren
| Messwert | Dezember |
|---|---|
| Lufttemperatur (max/min) | 18/13 °C |
| Wassertemperatur | 18 °C |
| Regentage | 15 |
| Sonnenstunden pro Tag | 4 |
Der Dezember eröffnet den Kernwinter: die meisten Regentage des Jahres gemeinsam mit dem Januar, regelmäßige Fronten, dazwischen milde, klare Abschnitte. Die Temperaturen bleiben zweistellig – kalt wird es nur gefühlt, durch Wind und Feuchte. Auf dem Pico-Gipfel liegt jetzt regelmäßig Schnee, ein surrealer Anblick von den warmen Küsten aus. Die Tage sind mit rund neuneinhalb Stunden Helligkeit die kürzesten des Jahres. Grundlagen: Wetter und Klima.
Was im Dezember gut geht
Das Winterprogramm mit festlichem Rahmen: Thermalquellen in Bestform, grüne Küstenwanderungen zwischen den Fronten, Teefabrik, Museen und Kirchen als verlässliche Schlechtwetter-Ziele. Dazu die Dezember-Spezialitäten: weihnachtlich geschmückte Hauptorte – allen voran Ponta Delgada –, Krippen und Konzerte im Advent, und zum Jahreswechsel Feuerwerk über dem Hafen bei Ausgeh-Temperaturen. Waltouren fahren nach Seegang; die Pottwale bleiben auch im Winter vor der Küste.
Womit du rechnen musst
Neben dem vollen Winterregelwerk – Boots- und Flugausfälle bei Sturm, pausierende Fährlinien, Plan-B-Pflicht – hat der Dezember eine eigene Logik: Der Monat zerfällt in zwei Buchungswelten. Vom 1. bis etwa zum 20. ist er so leer und günstig wie der November; die Weihnachts- und Silvesterwoche dagegen ist ein eigener kleiner Peak, in dem Flüge und Unterkünfte früh vergriffen und spürbar teurer sind – viele Emigranten-Familien kehren über die Feiertage heim.
Für wen lohnt sich der Dezember?
Der Dezember ist die richtige Wahl für Feiertagsflüchtlinge und alle, die Weihnachten mild, grün und unaufgeregt wollen – mit Thermen statt Glühweinstand. Eher nicht für lichthungrige Erstbesucher mit Naturprogramm: Dafür sind die Tage zu kurz und das Wetter zu launisch. Wer denselben Winter ohne Feiertagsaufschlag will, nimmt den Januar – noch leerer, noch günstiger.