Azoren im September
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Der September ist der klügste Sommermonat der Azoren: Das Wetter bleibt hochsommerlich, der Atlantik ist so warm wie sonst nie – aber die Ferienwellen sind abgereist. Wer im August neben sich Hochsaison-Trubel erwartet hat, findet im September dasselbe Programm mit halbem Betrieb und besseren Preisen. Der eine Haken des Monats hat einen tropischen Namen.
Wetter im September auf den Azoren
| Messwert | September |
|---|---|
| Lufttemperatur (max/min) | 25/17 °C |
| Wassertemperatur | 23 °C |
| Regentage | 8 |
| Sonnenstunden pro Tag | 6 |
Der Frühherbst beginnt auf den Azoren als verlängerter Sommer: Die Temperaturen halten August-Niveau, und der träge Atlantik erreicht mit 23 °C erst jetzt seinen Höchstwert. Im Monatsverlauf werden erste Fronten wieder häufiger – die acht Regentage konzentrieren sich meist auf die zweite Hälfte. Die Tage werden kürzer, das Licht weicher; Fotografen bekommen die goldenen Stunden des Jahres. Grundlagen: Wetter und Klima.
Baden im September: Das Meer hat mit rund 23 °C seinen Jahreshöchstwert, gleichauf mit dem August. Baden und Schnorcheln funktionieren den ganzen Monat ohne Neoprenanzug, nur die Zahl der Sonnentage sinkt zum Ende hin.
Was im September gut geht
Das komplette Sommerprogramm, entzerrt: Baden und Tauchen im wärmsten Wasser des Jahres, Whale Watching mit stabiler Ausfahrquote, Wandern ohne Sommerhitze und ohne Gedränge auf den Top-Routen. Der Pico-Aufstieg, im August ausgebucht, wird wieder planbar. Unterkünfte sind kurzfristiger zu bekommen, Mietwagenpreise fallen – der September verhält sich buchungstechnisch wie der Mai, nur mit warmem Meer.
Womit du rechnen musst
Der eine strukturelle Haken: September und Oktober sind die Monate, in denen Ausläufer ehemaliger tropischer Stürme die Azoren erreichen können – typischerweise als ein, zwei Tage kräftiger Regen und Wind, in seltenen Ausnahmen heftiger. Für die Planung heißt das nicht Verzicht, sondern Puffer: die Vorhersage im Blick, keine alternativlosen Programmpunkte am Abreisetag. Dazu endet im Monatsverlauf die Saison einzelner Angebote und Fährlinien – wer spät im September das Dreieck fahren will, prüft vorher den Fahrplan.
Anfang oder Ende September?
Die erste Septemberhälfte ist Spätsommer pur: warm, stabil, das Meer auf Höchstwert. In der zweiten Hälfte werden Fronten häufiger, und das Risiko von Ausläufern tropischer Stürme steigt. Typisch für Ende September sind Tage um 24 °C mit einzelnen Regenlagen dazwischen. Einige saisonale Angebote und Fährverbindungen enden im Lauf des Monats.
Welche Insel im September?
Im September stehen dir alle Inseln offen, und auf den kleinen wird es wieder ruhig. Für Badetage sind Santa Maria und die Südküste von São Miguel ideal, für Wanderungen die Zentralgruppe mit Pico und São Jorge. Die Tageswerte liegen überall um 24 bis 25 °C, Flores bekommt rund 60 Prozent mehr Niederschlag als Ponta Delgada. Wer Fähren zwischen den Inseln nutzen will, legt diesen Teil der Reise in die erste Monatshälfte.
Vergleichswerte: IPMA-Klimanormalen 1991-2020 (Ponta Delgada, Angra do Heroísmo, Horta) und 1981-2010 (Santa Cruz das Flores).
Was du im September einpacken solltest
Die Grundausstattung steht in der Packliste. Für den September kommt es vor allem auf diese Teile an:
- Badesachen, Badeschuhe und Schnorchelmaske, das Meer ist am wärmsten
- Leichte Regenjacke, in der zweiten Monatshälfte wird sie öfter gebraucht
- Fleece oder leichte Jacke für die kühleren Abende
- Sonnenschutz und Sonnenbrille
- Wanderschuhe mit Profil
Für wen lohnt sich der September?
Der September ist die erste Wahl für alle ohne Ferienbindung, die den Sommer wollen, aber nicht die Hochsaison – vom Badeurlauber bis zum Wanderer das breiteste Sommer-Empfehlungsprofil. Die Ausnahme: Wer die großen Inselfeste und den vollen Sommertrubel sucht, ist im August richtig. Und wer noch mehr Ruhe bei noch badbarem Meer will, schaut auf den Oktober.